Wir wollten einfach nur entspannen – frische Meeresluft, ein paar Tage Auszeit. Bekommen haben wir: eine Wohnung voller Mängel, einen Gastgeber mit dem Charme eines Feldwebels und eine „Kommunikation“, bei der man sich fragen musste, ob man versehentlich in ein Bootcamp für zahlungsunwillige Gäste geraten ist.Wer Abenteuer sucht, wird hier fündig. WLAN? Laut Buchung ja – in Wirklichkeit war man auf das Netz des Nachbarhauses angewiesen, das so stabil war wie ein Kartenhaus im Wind. Immerhin reichte es gerade so, um das Wetter zu checken.Der Smart-TV – eine nette Idee, wäre da nicht der Bildschirm gewesen, der ein kreatives Milchglas-Mosaik aus hellen Flecken zeigte. So konnten wir uns immerhin gegenseitig beim Raten der Farben und Formen unterhalten.Licht in einem Zimmer? Ging nicht. Vielleicht war das Teil des romantischen Ambientes.Die Türklinke war offenbar auch urlaubsreif – sie fiel uns bei der ersten Berührung entgegen, als hätte sie den Dienst quittiert.Der Kühlschrank begrüßte uns mit einem olivenfarbenen Zeitzeugen – ein geöffnetes, vergammeltes Glas Oliven, das vermutlich noch aus der Zeit vor dem Internet stammte.Reinigungsmittel? Toilettenpapier? Spülmaschinentabs? Fehlanzeige.Dafür gab’s einen Boden mit Wellen (vielleicht als Hommage an den nahen Strand?) und Fußleisten, die offenbar gerade Verstecken spielten.Abends zog regelmäßig inten Essensgeruch in die Wo